Google+

Verknüpfung zwischen SEO und Social Media (seit 2011)

Funktionen

Google setzt einerseits auf die Kombination seiner bestehenden Dienste, andererseits bietet es auch eine Palette an neuen Social Plugins. Ein essenzieller Unterschied zu den meisten anderen sozialen Netzwerken ist die Tatsache, dass die Beziehungen der Teilnehmer bei Google+ einseitig sein können und nach dem Vorbild von Diaspora in sogenannte Kreise (Circles) eingeteilt werden.

Allgemeine Funktionalität

Die Funktionen des Netzwerks beschreibt Google wie folgt:

Mit den Kreisen kann der Nutzer seine Kontakte in Gruppen aufteilen und somit verschiedene Informationen mit bestimmten Kreisen teilen. So kann der Nutzer zum Beispiel mit seiner Familie Bilder der letzten Familienfeier teilen. Die Kontakte müssen nicht bei Google+ angemeldet sein, um einem Kreis anzugehören. Informationen, die mit solchen Personen geteilt werden, werden dann auf Wunsch per E-Mail zugestellt. Eine Einladungs-E-Mail wird von Google+ aber immer dann generiert, wenn eine Person ohne „Google+“-Konto einem Kreis hinzugefügt wird. Als Benutzer kann man sowohl festlegen, wer die Mitglieder der eigenen Kreise sehen darf, als auch, wer sehen darf, in wessen Kreisen man selbst enthalten ist.

Beiträge

werden im Sprachgebrauch von Google+ „geteilt“, wobei der Ersteller des Beitrags genau festlegen muss, mit wem. Das kann die Öffentlichkeit, die Mitglieder eines oder mehrerer Kreise, aber z. B. auch eine E-Mail-Adresse sein – oder alles in Kombination. Beiträge können ein Bild, einen Film, einen Link oder einen Standort enthalten, wobei diese Elemente automatisch angepasst werden. So wird ein Bild als kleine Voransicht gezeigt, und aus einem Link wird eine Voransicht (mit Bild) erstellt. Ein Beitrag kann auch aus dem Teilen eines fremden Beitrags entstehen, wobei man diese Möglichkeit auch ausschließen kann.

Stream

nennt Google den Strom der Beiträge. Auf der Seite „Übersicht“ sieht der Benutzer normalerweise alle Beiträge der Gesamtheit seiner Kreise in umgekehrt chronologischer Folge, also die neuesten oben. Man kann pro Kreis die „Lautstärke“ einstellen, womit die Zahl der Beiträge gemeint ist, die in den Stream gemischt werden. Man kann aber auch einen Kreis auswählen und sieht dann nur die Beiträge der darin enthaltenen Personen. Diese Webseiten sind nicht statisch – neue Beiträge lassen die älteren nach unten fließen, ohne dass die Seite neu geladen werden muss.

Nutzer von Google+ können Bilddateien in beliebiger Zahl hochladen und sie in Alben organisieren. Zu große Bilder werden dabei entweder auf 2048 × 2048 Pixel verkleinert und können somit ohne Belastung des Google.Drive-Speicherplatzes verwendet werden (Standardgröße), oder in ihrer ursprünglichen Größe (Originalgröße) hochgeladen werden. Bei letzterem wird der Speicherplatzverbrauch vom Google Drive-Konto des Nutzers abgezogen. Neben der Darstellung in Google+ sind diese Bilder auch in den Picasa-Webalben vorhanden, gleiches gilt umgekehrt.

Kommentare können sowohl zu Beiträgen als auch zu Bildern in Alben abgegeben werden, wobei man diese Möglichkeit für eigene Beiträge auch sperren kann. Kommentare enthalten lediglich Text mit minimalen Möglichkeiten der Formatierung. Sie werden im Stream unterhalb der Beiträge angezeigt.

+1 ist eine Schaltfläche, mit der der Benutzer öffentlich mitteilen kann, was er als positiv empfindet. Die Funktion ist mit der „Gefällt mir“-Schaltfläche von Facebook vergleichbar. Diese Schaltfläche steht bei jedem Beitrag, jedem Kommentar und jedem Bild zur Verfügung, sie kann auf fremden Websites auftreten. Die Funktion wurde Ende März 2011 vom Google-Mitarbeiter Matt Cutts der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie war anfangs nur für Google-Ergebnisse und Google-Werbeanzeigen verfügbar.

Viele Aktionen können eine Benachrichtigung auslösen, wobei der Benutzer sehr fein einstellen kann, worüber er benachrichtigt werden möchte. So kann z. B. eine Benachrichtigung dann erfolgen, wenn ein (evtl. fremder) Beitrag kommentiert wird, nachdem der Benutzer selbst diesen Beitrag kommentiert hatte. Die Zahl der neuen Benachrichtigungen wird in der Google-Leiste in einem roten Kreis (früher ein rotes Quadrat) angezeigt, ein Klick darauf öffnet eine Liste, in der auch verschiedene Aktionen direkt ausgeführt werden können.

Google Hangouts

sind Chats, zu denen der Benutzer beliebig viele andere Personen einladen und dann über Video-Chat eine Unterhaltung führen kann. Es können 10 Personen gleichzeitig an einem Hangout teilnehmen.

Google Hangouts kann über eine eigenständige Website und die Websites von Gmail, Inbox und Google+ aufgerufen werden. Zudem existieren Apps für Android und iOS und eine Erweiterung für Google Chrome. Hangouts unterstützt eingeschränkt auch XMPP-Clients. Die Teilnehmer benötigen ein Google-Konto. Ein „Hangout“ kann als öffentlich deklariert werden, damit auch Nutzer teilnehmen können, die den Initiator nicht kennen. Google Hangouts lässt Chats mit bis zu 150 Teilnehmern zu. An Videogesprächen können maximal zehn Nutzer teilnehmen.

Über Hangouts lassen sich neben Textnachrichten auch Videos, Fotos, Sticker und der aktuelle Standort versenden.[9][10] Chatverläufe werden serverseitig gespeichert, wodurch eine Synchronisation aller angemeldeten Geräte möglich ist. Dadurch ermöglicht Google Hangouts, beispielsweise eine Konversation am Desktop-Computer zu beginnen und am Smartphone fortzusetzen, ohne dabei den Anschluss zu verlieren. Verwaltet werden die Chat-Verläufe über Gmail wie E-Mails, können also mit den dort angebotenen Methoden nach bestimmten Wörtern durchsucht und gefiltert werden. Im Chat-Verlauf wird durch einen verkleinerten, halbtransparenten Avatar des entsprechenden Teilnehmers signalisiert, wie weit dieser die Konversation bereits gesehen hat.

Mit Hangouts on Air haben Benutzer die Möglichkeit, einen Videostream live zu veröffentlichen. Der Stream wird gleichzeitig auf YouTube archiviert und öffentlich zugänglich gemacht. Die Funktion wurde in Deutschland am 15. August 2012 freigeschaltet, nachdem sie in anderen Ländern bereits seit September 2011 zur Verfügung stand. Sie ist rechtlich umstritten, da öffentliche Sendungen dem Rundfunkstaatsvertrag unterliegen. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Google_Hangouts

Die Google+-Leiste, welche sich wie bei anderen Google-Produkten am oberen Rand befindet, dient u. a. zum schnellen Kontowechsel und zur bequemeren Verwaltung. Sie stellt eine Verbindung zwischen Google+ und sämtlichen anderen Google-Produkten her.

Mit Google+ Communities können Gruppen gemeinsam über ein beliebiges Thema diskutieren. Die Funktion, die im Dezember 2012 erstmals eingeführt wurde, ermöglicht die dauerhafte Bereitstellung bestimmter Inhalte ausschließlich für einen definierten Personenkreis oder die allgemeine Öffentlichkeit. Innerhalb einer sogenannten Community (Gemeinschaft) lassen sich Hangouts und Veranstaltungen abhalten.

Google+ Funktionen innerhalb von Texten

Nennung von Namen: Der Name eines anderen Profils kann automatisiert in einen Text übernommen werden. Dazu tippt man ein Pluszeichen oder ein @-Zeichen und beginnt, den Namen zu tippen. Das System zeigt dann – fortschreitend mit dem Tippen – eine Auswahl von Profilen, aus denen man das gewünschte auswählen muss. Die Erwähnung eines Profils löst in der Regel eine Benachrichtigung dieses Profils aus. Nichtöffentliche Beiträge, die für ein bestimmtes Profil nicht sichtbar waren, werden für dieses Profil sichtbar, wenn es (auch in einem Kommentar) genannt wird.

Hashtags: Ein Doppelkreuz (#), ohne Abstand vor ein einzelnes Wort geschrieben, macht dieses zum Suchbegriff. Nach Veröffentlichung des Beitrags kann der Leser auf dieses Wort klicken, wodurch eine Google-Plus-interne Suche nach dem Hashtag gestartet wird. Erwähnungen des betr. Wortes ohne das „#“-Zeichen werden dabei nicht gefunden, auch werden Erwähnungen des Hashtags in Kommentaren nicht berücksichtigt.

Auch Textformatierungen innerhalb von Beiträgen und Kommentaren sind möglich: Fettschrift durch Einschließen in ein Sternsymbol * (*Beispiel* wird zu Beispiel) Kursivschrift durch Einschließen in einen Unterstrich _ (_Beispiel_ wird zu Beispiel) Durchgestrichener Text durch Einschließen in ein Minuszeichen - (-Beispiel- wird zu Beispiel)

Die Zeichen sind jeweils ohne Abstand vor bzw. nach dem Wort / den Worten zu schreiben.

Google+ Nutzerprofil

Der Begriff Profil steht bei Google+ nicht nur für die Präsenz einer natürlichen Person (siehe Teilnehmer), sondern auch für die fünf persönlichen Seiten („Tabs“) jedes Benutzers:

Beiträge zeigt die Beiträge des Nutzers als Auszug des Streams.

Über mich enthält die persönlichen Daten des Benutzers, wobei Google dazu auffordert, Angaben zu machen, dies aber nicht erzwingt. Die Seite ist nur sehr bedingt gestaltbar, stattdessen bietet Google eine Vielzahl von Feldern an, die ausgefüllt werden können, wie etwa die Adresse, Beruf, Beschäftigungen usw. Für jede Gruppe von Angaben kann der Nutzer festlegen, wer diese sehen darf: etwa die Öffentlichkeit, alle Kreise, nur er selber.

Fotos führt zu den Bildern, wobei es neben den vom Benutzer explizit angelegten Alben noch weitere gibt: „Fotos des Benutzers“ mit den Bildern, auf denen der Benutzer „getaggt“, also identifiziert wurde, „Fotos von Posts“, wo die Bilder gesammelt sind, die keinem Album zugeordnet sind, aber bei Beiträgen Verwendung fanden, „Fotos für die Fotowand“ und schließlich „Profilfotos“, die alle (evtl. früheren) Profilfotos enthält. Außerhalb des Profils gibt es außerdem noch die Bilderrubrik „Vom Telefon“, wo die (auf Wunsch) hochgeladenen Fotos des Telefons gesammelt sind. Diese sind – solange sie mit niemandem geteilt sind – nur für den Benutzer selbst sichtbar. Weiters gibt es seit Mai 2014 die Möglichkeit, sich „Stories“ anzeigen zu lassen. Dabei erstellt Google+ anhand der Koordinaten in den Fotos eine Diashow zu Ereignissen, z. B. zum vergangenen Urlaub, einer Geburtstagsfeier usw.

Videos

führt zu den Videos des Benutzers.

+1

zeigt eine Liste der (fremden) Websites, die der Benutzer über die „+1“-Schaltfläche positiv bewertet hat.

Die Seiten Fotos, Videos und +1 können durch den Benutzer für andere ausgeblendet werden. Über dem Profil werden das Profilbild (das in verkleinerter Form auch bei jedem Beitrag angezeigt wird) und eine Fotowand aus fünf quadratischen Bildern angezeigt, alternativ ist auch ein breites Bild möglich.

Google ermöglicht es ausgesuchten Nutzern, die öffentliche Adresse ihres Profils mit Hilfe einer sogenannten Vanity-URL zu verkürzen. An Stelle der Profilnummer enthält die Vanity URL einen Kurznamen, der dem Nutzer automatisch vorgeschlagen wird und nicht bearbeitet werden kann. Im August 2012 hat Google mit der Einführung der Vanity-URLs für deutschsprachige Nutzer begonnen.

Google+ Seiten

Am 7. November 2011 startete Google Profile für Unternehmen und Organisationen unter dem Namen „Google+ Seiten“ (+Pages). So ist es auch Unternehmen und Vereinen möglich, unter ihrem Namen aufzutreten, Benutzer in Kreise einzuteilen oder Videokonferenzen über die Funktion Hangouts zu führen. Diese Seiten haben einen Eigentümer, und sie können einen oder mehrere Administratoren haben, die die Inhalte bearbeiten dürfen. Eine Seite muss vom Profil einer natürlichen Person aus angelegt werden, deren Identität aber nicht veröffentlicht werden muss.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Google%2B

  • de/social_networks/google.txt
  • Zuletzt geändert: 2017/11/27 16:19
  • von info_admin_2016